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Dieser Blog ist nicht kaputt.

2018-03-29

Drogenkonsum

Ich frage mich zunehmend, ob ich die letzten 29 Jahre in einer heile-Welt-Blase gelebt habe. Um mich herum reden Leute immer öfter offen über Drogenkonsum.

Und die Frage ist, was hat sich geändert? Das Umfeld in dem ich mich bewege? Die Altersgruppe in die ich nach und nach eintrete, die offener wird? Die Hemmschwelle der Leute weil die Szene vielleicht größer wird? Vielleicht liegt es an der Stadt in der ich lebe?

Ich meine: Macht was ihr wollt, solange ihr niemandem schadet und mir nicht einreden wollt, dass ich das unbedingt probieren muss.

Für mich fühlt sich das einfach schräg an, dass es irgendwie so in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein scheint und es dargestellt wird als wäre es wie jede andere Freizeitbeschäftigung. Auf der anderen Seite kommen mir die Leute auch so erschreckend normal und Bodenständig vor.

Ich hab da abschließend keine Meinung zu. Aber es stimmt mich nachdenklich.

2018-03-24

Wandern Im Raakmoor Bei Hamburg

Heute waren im Raakmoor bei Hamburg wandern. Wir versuchen uns auf die zwei größeren Touren in diesem Jahr vorzubereiten und tasten uns gerade ein bisschen an unsere Grenzen ran. Nachdem Ronny uns das letzte Mal schon tatkräftig beim Einkauf geholfen hat, haben wir heute zum ersten Mal unsere Ausrüstung ausprobiert.

Wir wollten ein bisschen ins Grüne. https://www.hamburg.de hat uns geholfen eine grobe Location ausfindig zu machen. Außerdem haben wir uns vorgenommen, die Rücksäcke zu beschweren, sodass wir so langsam ein Gefühl dafür bekommen, was das auf uns zu kommt. Natürlich sind wir jetzt noch nicht mit 12-15kg auf unsere erste Tour gegangen. Aber mit 9kg Gewicht und dem höchsten Berg Hamburgs mit 103m als Ziel fanden wir einen ganz guten Einstieg zu machen.

Am Ende sind wir aber nun auch ganz schön fertig. Unsere täglichen Laufwege sind bei weitem nicht so lang und üblicherweise ist auch unser Gepäck nicht so schwer. Der Berg in der Mitte war fast schon eine Grenzerfahrung, hat uns aber gut aufgezeigt, dass wir noch um einiges fitter werden müssen. Insgesamt war es aber ein sehr schöner Ausflug :slightly_smiling_face:

2018-03-23

Als Entwickler In Einer Recruiting Firma

Mein aktueller Kunde ist eine Recruiter-Firma. Ich habe mich schwer mit dieser Entscheidung getan, denn bisher war ich einfach, wie wahrscheinlich viele Entwickler einfach nur genervt von der puren Masse von Nachrichten die da rein kommt.

Nun eines Vorweg: Daran hat sich nichts geändert. Ich bin immer noch genervt von der Masse. Aber ich lerne gerade die andere Seite der Medaille kennen und das gibt mir Hoffnung. Denn anders als ich bisher gedacht habe, sehen die Firmen auch, dass es nichts bringt immer wieder die Leute “falsch” anzusprechen. Die Antwort-Quote bei Entwicklern ist so gering, dass sie wirklich nur mit Samthandschuhen angefasst werden. Eine iterative Verbesserung kann auch nur begrenzt stattfinden, denn die Antwort-Quote ist sehr gering und wenig Aussagekräftig.

Wenn ihr also wollt, dass ich nicht mehr mit unpassenden Angeboten zugespammt werdet, antwortet den Leuten mit Feedback, mit denen sie etwas anfangen können. Wenn ihr, wie ich JavaScript und NodeJS im Xing-Profil stehen habt, dann kommen viele Frontend-Jobs rein, wofür ich z. B. aktuell nicht gut geeignet bin. Sagt den Leuten das! Die pflegen das in ihre Systeme ein und ihr fallt im Ranking für bestimmte Jobs. Ihr seid eine Black-Box! Alles was die haben ist euer Xing-Profil und Statistiken. Und auch wenn es anstrengend ist, das ist meiner Meinung nach der einzige Weg den “Spam” mittelfristig zu reduzieren und euren Aufwand zu reduzieren.

Ach und noch was: Hass-Mails nützen niemandem. Verschwendet nicht eure Energie in einer Wall-of-Text Leute zu beschimpfen. Die versuchen auch nur ihren Job zu machen. Antwortet von mir aus kurz aber mit Feedback.

Ich hätte selbst nie gedacht, dass ich mal einen Blog-Post zugunsten der Recruiter schreibe, aber wie so oft hilft der Wechsel der Perspektive! :slightly_smiling_face:

2018-03-22

Leipziger Buchmesse 2018

Es wird mal wieder Zeit, dass ich mal wieder einen klassischen Blogartikel veröffentliche. Was ist da besser als ein Ausflug auf dem man viele Eindrücke schildern kann.

Die Leipziger Buchmesse ist eines der Events, welche ich schon immer mal besuchen wollte. Erstaunlich, denn eigentlich bin ich gar nicht so die Leseratte. Trotzdem hat das Event eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt.

Ursprünglich hatten wir die Reise da hin einer Freundin geschenkt. Da Reisen allein nur halb so lustig sind, haben wir entschieden, dass wir mitkommen.

Samstag

Und was das für eine Reise war. Es war klirrend kalt und bereits der Start der Reise verzögerte sich in der genannten Kälte um 30 Minuten durch einen Oberleitungsschaden zwischen Hamburg Dammtor und Hamburg Hauptbahnhof. Schlussendlich konnten wir aber, auch wenn auch verspätet, endlich die Reise antreten.

Diese Freude hielt leider nicht lang an, denn kurz vor Berlin fing der Zugbegleiter an, aufzuzählen, wie man sein Ziel ab Berlin auch erreichen könnte, ohne in Leipzig anzukommen. Warum? Nun, die Bahn nannte es Wetter Chaos. Ein Blick aus dem Fenster zeigte ca. einen Zentimeter Schnee. Da prallten mal wieder Welten aufeinander. Die Bahn malte ein Szenario, das Leipzig quasi von der Außenwelt abgeschnitten sei. Ein kurzes googlen nach “Leipzig Webcam” zeigte ca. 5 Zentimeter Schnee. Das scheint der Bahn aber zu reichen um eine Verbindung komplett einzustellen.

Noch im Zug reservierten wir vier Tickets für einen Flixbus von Berlin Alexanderplatz nach Leipzig Hauptbahnhof ca. 1,5h später. Da wir nun eine weitere dreistündige Reise vor uns hatten, entschlossen wir uns die Zeit mit einem Mittagessen totzuschlagen.

Nach einem Selfie vor der Weltzeituhr und etwas herumirren auf dem Alexanderplatz, verschlug es uns schlussendlich in einen Döner-Imbiss Berliner Art. Klein, zwielichtiger und billiger Ersteindruck, relativ teure Preise. Es ein Mittagessen am Rand des unteren Durchschnitts. Aber hey, keine Lebensmittelvergiftung. Ich hatte mit allem gerechnet. Die Mädels ignorierten das 1€ pro Toilettengang Schild und wir machen uns wieder auf den Weg zum Flixbus.

Ich hatte bisher keine Erfahrung mit dem Flixbus, aber es war unsere einzige wirkliche Alternative um unser Ziel zu erreichen. Die Fahrt war angenehmer als gedacht. Bis auf, dass die Reisezeit relativ lang dauert, war ich eher positiv überrascht.

Endlich, nach 7h Reisezeit hatten wir es endlich nach Leipzig Hauptbahnhof geschafft. Der Weg in die angemietete AirBNB-Wohnung war dann nicht weiter schwierig. 4-Fahrten-Ticket, vier mal Piep und schon waren wir mit der Straßenbahn unterwegs.

Untergekommen sind wir in einer Wohnung einer Portugiesin, die total unkompliziert war. Sie fragte uns höflich, ob sie noch mit hoch kommen sollte, aber wir verneinten das. Im Notfall hätten wir WhatsApp gehabt, falls es Fragen gegeben hätte.

Wir gingen schnell einkaufen, um am Morgen ein bisschen Frühstück zu haben. Auf dem Weg da hin fiel mir auf, dass mir die Straße sehr bekannt vorkam. Tatsächlich war es die Straße, in welcher sich das Hotel befand, wo der Developer Open Space stattfand.

Nach dem kurzen Einkauf sind wir noch im “Bi Ba Bo” essen gegangen. Das ist sächsischer Dialekt für “alles super”. Dort angekommen, stellten wir fest, dass das Lokal eher auf Billard ausgerichtet war. Aber das machte nichts, denn das Essen und die Musikauswahl war gut. Am Ende haben wir dann auch noch ein paar Ründchen Billard gespielt, was dem Abend nochmal ein kleines I-Tüpfelchen gegeben hat und uns die Strapazen des Tages ein wenig vergessen ließ.

Zu Hause angekommen, sind wir eigentlich nur noch ins Bett gefallen, bereit dafür was der nächste Tag an Überraschungen für uns bereit halten sollte.

Sonntag

Der Tag begann nicht unendlich früh morgens. Zumindest nicht für alle. Matthias hatte schon am Vorabend angekündigt morgens lang im Bad zu brauchen und Brötchen für alle zu besorgen. Wir bereiteten den Rest vor.

Nach einem leckeren Frühstück und einigen witzigen Scherzen auf Trumps Rücken über die Daily-Show erwischten wir die Bahn noch knapp. Den Schlüssel zur Wohnung haben wir zuvor wie vereinbart in den Briefkasten geworfen. Auch den Bus am Hauptbahnhof, der uns zur Messe brachte erreichten wir.

Und schon waren wir auf dem Messegelände. Am Einlass gab es Taschenkontrollen. Aber sehr lasch. Ich stand da mit meiner Umhängetasche und meine Koffer. Während zumindest in meine Tasche geschaut wurde, verneinte ich die Frage danach, ob ich Glasflaschen oder Messer dabei hätte mit “Nein”, was als ausreichend kontrolliert angesehen wurde. Mit etwas Verwunderung meinerseits standen wir dann 10 min später in der großen Glashalle in der Mitte des Messegeländes.

Unser erster Programmpunkt war ein kleiner Poety-Slam zweier Künstler am Stand vor Arte. Es war bereits da sehr laut und ich hatte Mühe etwas zu verstehen. Der männliche Kandidat war ein klassischer Poety-Slammer. Vor allem schnelle Reime waren sein Alleinstellungsmerkmal. In dieser lauten Umgebung keine gute Wahl. Die Kandidatin dagegen schlug ein wenig gefühlsbetontere Thematiken an und vor allem langsamer an. Poety-Slam hat auch immer etwas Kompetitives. Alleine durch diese verschiedenen Stile hat die Kandidatin für mich klar gewonnen. Außerdem haben mir auch die Thematiken besser gefallen.

Wir tauchten in die Messe ab und schauten als Erstes bei den Reiseführern vorbei. Sarah war sofort gefesselt und konnte sich schnell nicht mehr entscheiden, in welches Land sie denn nun eigentlich reisen möchte.

Auch ich habe da ein tolles Buch gefunden. Ein Buch über die russische Sprache. Eigentlich nichts Besonderes, aber das Buch hatte einen Punkt, der mich zum Kauf bewogen hat: Neben den kyrillischen Zeichen, war Aussprache und Betonung in lateinischen Zeichen abgedruckt, was mir eine mega Hürde nimmt, russisch zu lernen. Über den Tag hinweg hatten wir noch sehr viel Spaß diverse Sätze und Schimpfworte auszusprechen. Bedingt durch unsere sehr schlechte Aussprache hatte auch Aleks ihren Spaß.

Über den Tag hinweg besuchten wir noch einige Veranstaltungen. Eher zum Spaß an den Titeln als an echtem Interesse. Zumindest war es bei mir so. “Wahrsagen mit Marmelade” oder “Wischmöpe oder Wischmops” waren nur zwei davon.

Zwischendurch suchten wir noch kurz unsere Mitfahrerin auf um uns am Abend leichter erkennen zu können. Eine Buchautorin die gerade ihr erstes Buch herausbringt neben Kind und Job. Es heißt “Aesha im Land des Waldes” von “Johanna B. Becking”. Ich kann nicht viel zur Qualität sagen, aber die Geschichte klang interessant und ich wünsche ihr alles Gute, dass das Buch den Grundstein für eine tolle Autorenkarriere liegt. Ich gönne es ihr!

Außerdem haben wir mal ein bisschen Einblick in diese Branche bekommen. Es ist wirklich interessant all das mal durch die Augen einer Autorin vermittelt zu bekommen.

Der Tag war schneller weg als gedacht. Trotzdem fanden wir die Zeit, noch eine dreiviertel Stunde über die MangaCon zu laufen die parallel zur Buchmesse stattfand. Und ich war richtig Baff was die Leute da für Aufwand und Zeit in ihre Cosplays stecken. Nicht nur ein mal ist mir die Kinnlade heruntergefallen. Was haben wir nicht alles gesehen. Lara Croft, Rey aus StarWars 7 plus die dazugehörigen Antagonisten. Naruto, Sailor Moon, Ash aus Pokemon, alle Charaktere aus Team Fortress 2, Final Fantasy Figuren und eine ganze Menge Steam Punk.

Irgendwann haben wir uns einfach an die Rolltreppe gesetzt die immer wieder “neue Verrückte” lieferte. Es war beeindruckend!

Die Rückfahrt war ähnlich chaotisch wie die Hinfahrt. Erst standen wir 45 min in der Kälte, bis unser Zug schlussendlich einfach von der Anzeigetafel verschwand. Unsere Zugbindung war bereits vor Antritt der Reise aufgehoben, sodass wir den Weg zum Hauptbahnhof antraten, um dort einen ICE nach Hamburg zu nehmen. Außerdem hielten wir es in der Kälte einfach nicht mehr aus. Jeder auch nur minimal beheizte Raum war eine Erlösung für die Durchgefrorenen Füßen.

Im Zug, hatten wir dann leider keine reservierten Sitzplätze mehr, sodass wir den Gang auf dem Fußboden als Aufenthaltsort wählten. Es war immerhin warm und wir könnten sitzen. Das war mehr Komfort als die Stunden davor.

In Berlin stiegen wir noch einmal in das richtige Zugabteil um, bekamen zwei neue Mitfahrer und hatten sogar Sitze. Nun konnte nicht mehr viel schiefgehen. Kurz vor 12 Uhr kamen wir endlich zu Hause an. Wir waren am Ende der Kräfte, aber auch glücklich das Wochenende in Leipzig verbracht zu haben.

2018-03-09

Ich sichere gerade mein Android

mal ein bisschen mehr als ich es früher getan habe. Dazu gehört auch den Captive Portal Check der über die Google Server läuft abzuschalten.

Dann hast du aber natürlich das Problem, dass du in keinen “öffentlichen” Wifi-Spot mehr automatisch rein kommst. Das will ich aber auch gar nicht.

Auf Konferenzen ect. sind solche Logins aber gelegentlich notwendig, also habe ich mir das doch mal bisschen genauer angeschaut.

“Glücklicherweise” habe ich einen Vodafone-Hotspot im Haus, mit dem ich ein bisschen spielen konnte. Wikipedia sagt, dass es verschiedene Möglichkeiten der Weiterleitung gibt. Die einfachste ist eine HTTP redirect. Gesagt, getan. http://diese-domain-existiert-nicht.de. Keine Reaktion? Huch, was ist da los?

Nach ein bisschen Verwirrung meinerseits habe ich mal eine bekannte url eingegeben: https://example.com und zack! Da ist das Captive Portal.

Soso, Vodafone! Das heißt also, dass ich Daten durch DNS-Anfragen durch euren DNS-Server schleusen kann, ohne mich zu authentifizieren?! Ich behalte das mal im Hinterkopf ;)

Update:

Interesting Stuff! So weit hatte ich das noch gar nicht gedacht. Das ist ja höchst, nett! :) Ich wette, das funktioniert bei dem genannten Hotspot-Provider https://technik.blogbasis.net/iodine-ip-over-dns-hotspots-umgehen-10-10-2015

2018-03-04

Ich habe coole neue CLI

tools gefunden :)

Gibts auch fertig als PPA für Ubuntu: https://launchpad.net/%7Etwodopeshaggy/+archive/ubuntu/jarun/