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Dieser Blog ist nicht kaputt.

Archive Posts

2019-03-31

Matrix Setup

Endlich habe ich es geschafft meinen eigenen Matrix-Server aufzusetzen! Zugegebenermaßen, war das nicht der erste Versuch, aber das Setup von Scratch erfordert wirklich ein tiefes einlesen.

Glücklicherweise habe ich nun ein Repository gefunden welches den gesammten Setup-Prozess per Ansible übernimmt. Inklusive Bridges für Whatsapp, Telegram und IRC. Alles schön in Docker Containern, wie man es haben möchte.

Alles was ich zu tun brauchte ist einen neuen Server aufsetzen und 2GB RAM locker machen. Da ich derzeit allein auf dem Server agiere, sollte das mehr als ausreichen.

Ihr könnt mich ab jetzt auch auf matrix erreichen: https://matrix.to/#/@oliver:oliverlorenz.com

2019-04-06

Wie ich Whatsapp von meinem Handy verbannte

Wie in meinem letzten Artikel bereits beschrieben habe ich mir vor kurzem einen Matrix-Server aufgesetzt. Darüber bin ich nach wie vor sehr froh, denn es wird mir in Zukunft einige Möglichkeiten freispielen.

Eine schöne Sache an Matrix ist, dass es bereits diverse Bridges gibt, mit deren Hilfe man auch andere Messager auf seinem Server einbinden kann. Die interessanteste Bridge für mich ist aktuell die Whatsapp bridge, denn sind wir ehrlich: Ein Messanger ist nur so viel Wert wie die Leute die man erreicht.

Wie funktioniert das?

Nun, die Idee ist simpel. Die Brigde loggt sich in die Web client ein und bridged die Nachrichten und Kontakte auf meinen Matrix Server. Das ist super, funktioniert aber trotzdem nur wenn Whatsapp auf einem Gerät läuft, denn die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geht nach wie vor vom Gerät aus.

Nun mag folgende Lösung nicht für jedermann nachvollziehbar sein, aber ich für meinen Tel möchte mich gern mehr und mehr von den großen Konzernen und deren Apps auf meinem Handy verabschieden. Einen Matrix-Client habe ich auf meinem Handy installiert, somit brauche ich die Whatsapp-App eigentlich “nicht mehr”.

Ich habe lange damit experimentiert ein Andriod in einem Docker-Container stabil zum laufen zu bekommen und Whatsapp dort zu installieren. Leider ohne großen Erfolg.

Letztendliche Lösung

Die KISS Lösung war im Endeffekt, dass ich in die Schublade gegriffen habe und ein altes Handy bei dem der Akku schwach geworden war geplättet und neu installiert habe. Ich habe somit jetzt einen WhatsApp-Sklave in form eines Handys, der einfach permanent an der Steckdose hängt und nichts macht außer Whatsapp zu bridgen.

Was bedeutet das?

Irgendwelche Vor- und Nachteile gibt es immer. Ich für meinen Teil, möchte aber gern

Vorteile:

Nachteile

Zusammenfassung

Ich gebe zu, dass diese Lösung weit weg von einfach ist. Es ist nerdig. Aber ich habe mein Ziel erreicht! Ich habe keine Facebook-App mehr auf dem Handy und habe von überall Zugriff auf meine Whatsapp-Nachrichten.

Ob es den Langzeit-Test besteht, werden wir sehen :)

2019-05-08

Android Backup mit Ansible

Wie es für einen ordentlichen ITler gehört, sollte man immer in der Lage sein, seine Arbeitsumgebung schnell wieder herstellen zu können, auch wenn man die Hardware austauschen muss. Dies tun wir wie selbstverständlich für unsere Server, manche von uns, mittlerweile auch für unsere Notebooks und Desktop Computer. Zu viel Zeit haben wir verbracht alle Tools zu installieren, diese zu konfigurieren ect.

Warum nicht noch einen Schritt weitergehen. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, dann ist das Handy mittlerweile ein ebenso wichtiger Teil unseres Alltags wie die Rechner. Wieso also die Tugenden dieser Denkweise nicht auch auf das Handy ausrollen? Dieser Artikel gibt einen knappen Abriss, wie das funktionieren kann.

Disclaimer und Voraussetzungen

An erster Stelle: Sorry an die iOS Nutzer. Ihr habt euch in den goldenen Käfig gesetzt. Ich sehe wenig Möglichkeiten euch mit den Schlagworten “Ansible” und “Backup” helfen zu können.

Des Weiteren solltet ihr ein gewisses Grundverständnis für Ansible und Linux mitbringen. Da ihr aber vermutlich über diese Keywords hier hergelangt seid, gehe ich davon aus, dass ich das voraussetzen kann.

Ich werde euch, außer ein paar allgemeinen Hinweisen, keine Ansible Skripte zur Verfügung stellen. Da hat sowieso jeder andere Anforderungen.

Android einrichten

Legen wir los! Als Erstes braucht ihr eine App. Die App heißt Termux und ist im alternativen App Store F-Droid oder im Google Play-Store zu finden. Diese App ist zentral für das weitere Vorgehen.

Wenn ihr die App nun startet, wird euch ein bekanntes Bild ereilen. Ein Terminal. Ansible hat nicht viele Voraussetzungen außer Python und einer SSH Verbindung. Somit installieren wir die entsprechenden Packages:

pkg install python openssh

Damit sind alle nötigen Packages installiert. Zusätzlich müsst ihr euren SSH Public Key im Pfad ~/.ssh/authorized_keys hinterlegen.

echo "<<SSH PUBLIC KEY>>" >> ~/.ssh/authorized_keys

Nun noch die SSH Server starten:

sshd

Jetzt läuft er, solange die Session läuft. Bitte beachtet, dass der Server nur aktiv ist, wenn das Display des Handys aktiv ist.

One more thing! Damit ihr Zugriff auf das Dateisystem bekommt, müsst ihr noch einen weiteren Befehl eingeben:

termux-setup-storage

Rechner einrichten

Soooo. Lasst mal testen ob ihr eine Verbindung bekommt. Beachtet, dass nicht der Standard-Port genutzt wird, sondern 8022. Ganz einfach zu testen:

ssh -p 8022 <<IP DES HANDYS>>

Wenn ihr da eine Verbindung bekommt, seid ihr top vorbereitet und könnt damit loslegen eure Ansible Skripte zu schreiben.

Euer Inventory könnte so aussehen:

[handy]
192.168.XXX.XXX ansible_port=8022 ansible_host=192.168.XXX.XXX

Alles andere müsst ihr euch selbst basteln :)

Fazit

Sicher ist man als Otto-Normal-Verbraucher mit einer Backup-App oder ähnlichem besser bedient. Wenn man aber aber mehr Kontrolle und Versionierung über seine Backup Skripe haben möchte, ist Ansible durchaus eine gute Alternative.

2019-07-18

Medienkompetenz stärken, indem man zum Fake News Produzent wird

Ich bin mal wieder über etwas Tolles gestolpert. Es geht um ein Online-Spiel, welches den Spieler in die Rolle eines Urhebers von Falschinformationen versetzt, um möglichst viele Follower zu generieren. Der Motor der modernen Informationswelt.

Das Spiel nimmt einen auf dem Weg zum Fake News Chefredakteur vorsichtig an die Hand und zeigt auf, welche Strategien funktionieren, welche nicht und erklärt außerdem die dahinterliegenden Mechanismen die in uns Menschen wirken. Insgesamt dauert das spiel ca. 10 Minuten.

Das Ganze hat natürlich den Sinn, die Medienkompetenz zu schärfen und den Leuten zu helfen Fake News zu erkennen die uns allen im Alltag begegnen. Ich kann jedem ans Herz legen sich der Thematik mit diesem Spiel zu nähern. Im einfachsten Fall knackt ihr immer wieder euren eigenen Highscore. Im besten Fall verinnerlicht ihr diese Mechanismen und könnt besser im Alltag erkennen, wer euch versucht einen Bären aufzubinden oder euch zu auf die falsche Art zu emotionalisieren.

Hier der Link zu dem Spiel “Get Bad News” (in der deutschen Version). Weitere Informationen zu dem Spiel gibt in deren Infoblatt für Lehrkräfte

Den jetzigen Impuls zu diesem Artikel habe ich über den Podcast Logbuch Netzpolitik in der Folge LNP308 Sternchenministerkonferenz bekommen, der mich dann an einen Artikel von Heise weitergeleitet hat. Zuvor war mir das Spiel aber auch schon auf dem Play18 Festival über den Weg gelaufen.

2019-09-20

Wifi in der Bahn (für Linux Nutzer)

Heute habe ich wieder etwas mit viel Schmerz gelernt. Nämlich, warum in der Deutschen Bahn mein Wifi nicht funktioniert bzw. Ich nicht zur Login-Page umgeleitet werde.

Die Antwort ist simpel: Docker! Woran liegt das?

Nun: Jedes mal wenn man ein Docker Network erstellt wird eine neue Bridge erstellt. Diese nummerieren vom privaten Adressbereich startend von 172.17.., dann 172.18.. usw.

Die Bahn verwendet ebenfalls das Netz 172.18.. und so kollidiert es da ein wenig.

Wie bekommt man das gelöst? (Ubuntu)

ifconfig

Dort sucht man das network interface mit dem der Addresse 172.18... Hier ist der Name entscheidend.

Anschließend:

docker network ls

Dort wird eine den namen wiederfinden. Anschließend das entsprechende network löschen (Insofern sicher, dass es nicht benötigt wird):

docker network rm <NAME>

… und ein mal den network manager neustarten.

sudo service network-manager restart

Anschließend sollte alles funktionieren :)