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Dieser Blog ist nicht kaputt.

2015-11-06

Developer Open Space - Meine Space-Highlights

Nachdem wir im letzten Teil über den Developer Open Space allgemein auf die Spaces eingegangen sind möchte ich dieses mal auf meine Highlight-Spaces eingehen. Nun muss man dazu sagen, dass ich maximal 1/7 aufgrund des parallelen stattfindens Talks mitbekommen konnte. Diese Übersicht ist also hochgradig subjektiv und stark an meine persönlichen Interessen gebunden.

Schnellstart mit Angular 2.0

von Johannes Hoppe und Gregor Woiwode

Mein erstes Highlight waren Johannes Hoppe und Gregor Woiwode mit ihrem Talk “Schnellstart mit Angular 2.0”. Beide kenne ich schon von der Spartakiade 2015, wo ich jeweils einen ihrer Workshops besucht habe. Aufgrund dieses Eindrucks konnte ich hier Qualität erwarten. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Jungs, die sich im Space als sehr gutes Team herausgestellt haben, haben an einem vorbereitetem Beispiel eine kleine Einführung in die Änderungen und Neuerungen von Angular 2.0 gegeben. Es war informativ und hatte eine gewisse Leichtigkeit, was sehr unterhaltsam war. Den Talk selbst haben sie mittlerweile online gestellt, also könnt ihr euch selbst ein Bild machen.

Ich habe vor allem mitgenommen, dass Angular einen großen Schritt nach vorn macht. Weg von einem Overkill-“Ich vereinige alles in einem”-Framework zu einem Tool welches man als Komponente in seinem Projekt nutzen kann und einen wirklich unterstützt. Es macht Dinge wesentlich klarer und konsistenter als sein Vorgänger und setzt auf ECMA-Script 6 auf.

Die Jungs können das wesentlich besser erklären als ich mit meinem Halbwissen. Sie arbeiten gerade an einem Buch, welches sich um Angular 2.0 dreht. Nach diesem Vortrag bin ich sehr, sehr zuversichtlich, dass es sich lohnen wird, dieses zu kaufen.

Room Presence Service

von Ferdinand Malcher

Die Idee ist aus der Not geboren. Ständig kommt irgendjemand ins Büro rein um drei Sekunden später festzustellen dass der Gesuchte nicht da ist. Trotzdem ist man natürlich in dem Moment aus seiner aktuellen Arbeit gerissen. Die erarbeitete Lösung wurde auch direkt in einem Video festgehalten. Und ein Video sagt mehr als tausend Worte:

Room Presence Service from Ferdinand Malcher on Vimeo.

Irgendwie eine witzige Idee, wo man wieder mal sehen kann wie einfach man mit dem Rasperry Pi kleine Projekte umsetzen kann!

Nach dem Vortrag ist eine breite Diskussion über Homeautomation und angrenzende Themen entstanden die den Vortrag dann thematisch noch etwas erweitert haben.

Persönlichkeiten

von André Langer

Andrés Vortrag war der einzige Soft-Skill Space den ich mir angehört habe. Das erfischende an diesem Space war, dass er zwar klein, aber irgendwie genau richtig groß war, denn er entwickelte eine sehr coole Dynamik.

Unsere erste Aufgabe war es, uns eine uns real bekannte Person aus unserem Leben herauszunehmen und zwei Eigenschaften derer aufzuschreiben, welche wir an ihr schätzen bzw. nicht schätzen. Diese dabei entstandenen Karteikarten haben wir dann alle an ein Board gehangen, getrennt nach positiv und negativ.

Anschließend haben wir versucht diese verschiedenen Eigenschaften zu clustern. Dabei hat sich sehr schnell herausgestellt, dass diese Aufgabe nicht so einfach ist. Oft flammten Diskussionen auf, die die eigentliche Motivation hinter dem Verhalten der Personen beleuchteten. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass vermutlich niemand eine böse Absicht hinter seinem Handeln hat, sondern es viel mehr unterschiedliche Charakterliche Schwerpunkt gibt mit Problemen umzugehen, bzw. die Lösung derer zu erarbeiten.

Nachdem wir das Clustern irgendwann beendet hatten, erleuterte André das Model dahinter. Grundlegend gibt es laut diesem vier verschiedene charakterliche Hauptausrichtungen. Die Dominanten, die Innovativen, die Stetigen und die Gewissenhaften.

Der Charakter eines jeden von uns besteht aus diesen, nur mit unterschiedlicher Wichtung. Jeder von uns hat in seinem Leben die für ihn erfolgreichste Wichtung ausgeprägt und lebt - mehr oder weniger unbewusst - nach dieser gewissen Grundeinstellung. Dabei ist man aber im seltensten Fall einer Gruppe absolut zuzuordnen. Die meisten vereinen mindestens zwei Schwerpunkte.

Das Model fördert natürlich ein gewisses Schubladendenken. Was negativ behaftet klingt, hilft aber grundlegend eine Situation besser einordnen zu können und sich auf sein Gegenüber einzustellen. Beiderseits. Man kann plastischer einordnen wie der andere tickt.

Retrospektiv betrachtet, hat sich diese Einordnung bereits während des Spaces gezeigt. Es gab dominatntere Leute die die Diskussion immer wieder in eine gewisse Richtung geschoben haben. Es gab die Innovativen, die unterschiedliche Dinge plausibel zusammengebracht haben. Die Stetigen, die nicht Laut, aber immer präsent waren. Und die Gewissenhaften die uns ggf. immer wieder auf “den richtigen” Weg geführt haben.

Das Leben ist Gruppendynamik. Gruppendynamik ist etwas Gutes. Ich versuche dieses Model nun immer da anzuwenden, wo ich merke, dass ich mit meinen Zielen nicht weiterkomme. Aus diesem Blickwinkel war dieser Space tatsächlich der, der mich nachhaltig wohl am meinsten beeinflussen wird.

Mein erster Space - First Steps with Ansible

Wie schon erwähnt habe ich am ersten Tag eine für mich offensichtliche, thematische Lücke entdeckt die ich füllen konnte. Schlussendlich bin ich mir aber nicht sicher ob Ansible im .NET-Umfald überhaupt zum Einsatz kommt. Ich habe die Konferenz über immer wieder festgestellt, das man nach und nach verstärkt auf Linux-Systeme in Form von Docker-Containern setzt, das ganze Linux-System aber noch nicht so das richtige Standing hat. Und es scheint noch der Überbblick zu fehlen.

First Steps with a Space

Meine Vision war es, den Leuten eine kleine Einführung zu geben wie man mit Ansible startet, da mir bewusst war, dass in diese Richtung wohl noch nicht allzuviel Wissen da war. Ziel war es eine statische Webseite inklusive eines Nginx zu deployen.

Leider wurde mein Space etwas gehijacked. Ich hatte im Space davor eine kleine Sache vorbereitet, die ungetestet natürlich nicht auf anhieb funktionierte. Dazu kam, dass ich einen Teilnehmer im Space hatte, der sich schon etwas länger mit dem Thema auseinandersetzte und gleich alles zeigen wollte was er gemacht hat. Somit wurde eine Art Coop-Space daraus, was erstmal nichts Schlechtes war, das Ganze aber für die Teilnehmer noch abstrakter und wohl kompizierter gemacht hat. Im Nachhinein hat mich das doch etwas geärgert, da ich nicht das vermitteln konnte, was ich für die Teinehmer für wichtig erachtet habe.

Learnings

Die Blogreihe

Das war der vierte und vorletzte Teil meiner Serie. Im letzten Teil werde ich noch einmal ein gesamtheitliches Fazit ziehen und auf ein paar tolle Ereignisse neben der eigentlichen Konferenz eingehen.